Commerzbank zwischen Optimismus und „Zombifizierung“

Die Commerzbank befindet sich eigenen Angaben zufolge auf einem guten Weg. Die Zuversicht in dem Finanzhaus wächst, die Aussagen der Führung werden optimistischer. Aber Sorgen gibt es dennoch.

Die Commerzbank arbeitet sicht mehr und mehr aus der Krise. Die steigenden Zinsen helfen dabei. Zwar zeigt sich das Finanzhaus deshalb für die Zukunft optimistischer. Mahnende Worte gibt es aber auch.

Wie das Geldhaus mitteilte, wächst die Zuversicht, verglichen mit der Situation vor einigen Wochen: Es gebe bisher keine bedeutenden Belastungen für die Bücher, erklärte Finanzchefin Bettina Orlopp. Doch es gebe auch Warnsignale, sagte sie: „Die Zahl der Insolvenzen ist wirklich niedrig und das ist nicht ganz gesund.“

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Orlopp warnte: „Wir müssen vorsichtig sein damit, wer von den staatlichen Hilfsmaßnahmen profitieren soll.“ Die Commerzbank-Finanzchefin sprach damit das Thema „Zombifizierung“ von Unternehmen an, auf das erst jüngst die Chefökonomin der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), Beata Javorcik, hingewiesen hatte. Dabei geht es um Firmen, die nicht durch operative Tätigkeit, sondern allein durch Kreditaufnahme am Leben gehalten werden.

Commerzbank-Aktie verliert an Dynamik

Die Aktie der Commerzbank hat in diesem Jahr einen Kursgewinn von 20 Prozent erzielt und ist damit unter den Top 10-MDAX-Titeln 2022. Zuletzt hat die positive Dynamik allerdings etwa nachgelassen, was an einem fallenden MACD (Momentum) abzulesen ist. Zuletzt scheiterte der Titel am Widerstand bei 8,40 Euro. Ein Test der 200-Tagelinie (rot) erscheint daher möglich.

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