ProSiebenSat.1 expandiert

Mit dem Kauf der Streaming-Plattform Joyn rechnet Unternehmens-Finanzchef Ralf Gierig in 2022 mit einer Steigerung des Gesamtgewinns auf 4,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Gewinn des Vorjahres von rund 4,3 Milliarden. Er geht hier von einem plus/minus in Höhe von 75 Millionen Euro aus. Auch, wenn durch den Kauf vorerst das operative Geschäft des Unternehmens mit etwa 25 Millionen belastet wird.

Für das Jahr 2022 ist mit einem bereinigten Nettoergebnis wie im Vorjahr zu rechnen. Dieses lag bei 362 Millionen Euro. Die Dividende pro Aktie soll unverändert bei 80 Cent bleiben. Der Konzern erwartet eine Kartellfreigabe ab nächstem Monat.

Mit der Übernahme von Joyn-App konzentriert sich der Konzern ProSiebenSat.1 auf das Live-Fernsehen, das Streamen von Filmen und Serien aus seiner Mediathek sowie auf eigene Produktionen und das alles zu einem attraktiven Gesamt-Preis-Angebot. 

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Der Rest der Anteile von 50 Prozent an Joyn werden vom Joint-Vernture-Partner Warner Bros übernommen. Damit befindet sich Joyn vollständig in einer Hand und verschafft dem Konzern eine notwendige Flexibilität für wichtige Unternehmensentscheidungen.

ProSiebenSat.1-Aktie mit positiver Divergenz

Die Aktie von ProSiebenSat.1 befindet sich in einem mittelfristigen Abwärtstrend, kann sich aber in den vergangenen Wochen stabilisieren. Gleichzeitig steigt der MACD (Momentum) und bildet dadurch eine positive Divergenz, die aus charttechnischer Sicht eine Stütze bietet. Die Unterstützung bei 7,20 Euro sollte allerdings nicht unterschritten werden, um die charttechnische Situation nicht zu verschlechtern. Sie bessert sich aber erst nachhaltig, wenn der Widerstand etwas oberhalb von 8 Euro durchbrochen wird.

Am Erfolg von ProSiebenSat.1 lässt sich mit einem Aktienkauf partizipieren. Mutige Anleger können sich gehebelt mit einem CFD kaufen engagieren.

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