Großbritannien: Unternehmensstimmung im Keller

Die Stimmung in den Unternehmen Großbritanniens hat im August einen neuen Tiefpunkt erreicht. Allerdings sei in den nächsten Monaten, mit einer noch weiteren verschärften, schwierigen und äußerst angespannten Wirtschaftslage zu rechnen, so Ökonomin Annabel Fiddes von S&P Global Market. 

Dies sei zurückzuführen, auf den Mangel an Arbeitskräften, Problemen bei den Lieferketten, der hohen Inflation bei den Lebenshaltungskosten und den weiter steigenden Leitzinsen. Betroffen von der deutlich verschlechterten Stimmung sind vor allem die Unternehmen im Industrie- und Dienstleistungssektor.

In der Industrie ist der Indikator zuletzt um 6,1 auf nunmehr 46,0 Punkte gefallen. Da dieser unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten liegt, ist hier von einer Rezession auszugehen. Etwas moderater sieht es im Dienstleistungssektor aus. Der Indikator sank hier nur um 0,1 Punkte auf 52,5 Punkte. Auch der Einkaufsmanagerindex von S&P Global um 1,2 Punkte auf 50,9 Punkte und somit ist hier, seit Februar 2021, der tiefste Stand erreicht. 

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FTSE 100 dreht abwärts

Der britische Aktienindex FTSE 100 hatte sich in den vergangenen Monaten seitwärts bewegt, aktuell prallt die Aktie nach unten ab. Die 200-Tagelinie (rot) wurde durchbrochen, der MACD (Momentum) dreht ebenfalls nach unten ab und stützt den Abwärtstrend. Knapp unter 700 Indexpunkten liegt die nächste Unterstützung. Sie sollte nicht unterschritten werden, um das Chartbild weiter zu belasten. Oberhalb des Widerstands bei knapp 750 Punkten bessert sich die Charttechnik wieder. 

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