Investoren-Klage: Twitter will 800 Millionen Dollar zahlen

Klagen von Investoren in den USA sind keine Seltenheit. Die Verfahren können sich lange hinziehen, und am Ende aber auch für die betroffenen Unternehmen teuer werden. Twitter versucht mit einer dreistelligen Millionensumme, eine solche Klage schnell aus der Welt zu schaffen.

Bereits vor fünf Jahren verklagen Anleger in den USA Twitter. Die Vorwürfe gegen den Kurznachrichtendienst: falsche Aussagen zu den Wachstumsaussichten und Irreführung des Marktes. Ein Fehlverhalten bestreitet Twitter zwar weiterhin, mit einem millionenschweren Vergleich soll das ganze Thema nun aber ad acta gelegt werden.

Twitter ist dabei eigenen Angaben zufolge zur Zahlung von 809,5 Millionen Dollar bereits, was (gut 690 Millionen Euro entspricht. Die Vorwürfe streitet Twitter weiterhin: Es habe kein Fehlverhalten gegeben, so der Konzern.

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Die Sammelklage zielt auf Twitters Geschäftsprognosen von 2014 zurück: Der Kurznachrichtendienst hatte erklärt, die Marke von einer Milliarde Nutzer auf lange Sicht überwinden zu können. Mittelfristig seien 550 Millionen monatlich aktive Nutzer möglich. Nachdem das Wachstum im Anschluss aber deutlich geringer ausgefallen war, fiel der Aktienkurs.

Twitter Aktie mit Erholungsversuch

Die Aktie von Twitter hat sich in den vergangenen Monaten vom Absturz aus dem April (s. Ellipse) erholt und peilt den Widerstand bei knapp 67 Dollar an. Die charttechnische Situation würde sich weiter verbessern, wenn die mittelfristige Abwärtstrendlinie bei rund 70 Dollar überschritten wird. Die nächste Unterstützung liegt bei knapp 60 Dollar.  

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