Disney setzt wieder aufs Kino

In der Coronavirus-Pandemie bleiben die Kinos leer und oft auch geschlossen. Die Kontakteinschränkungen sind der Grund. Der US-Unterhaltungskonzern Disney forciert deshalb sein Streaminggeschäft. Nun switcht das Unternehmen um – zumindest für den Rest des Jahres.

In den vergangenen Jahren dominiert Disney mit seinen Blockbustern das Kinogeschäft. Die „Avengers“-Reihe, die „Star Wars“-Sage oder auch die beiden „Frozen“-Filme lassen die Kassen klingeln, doch die Coronavirus-Pandemie stoppt den Boom abrupt. Nun forciert Disney den Ausbau seines Streamingangebots. Das sorgt bei Kinobetreibern für Ärger. Disney lenkt ein.

Wie der US-Unterhaltungskonzern mitteilte, werden seine restlichen für dieses Jahr noch vorgesehen Filme zunächst exklusiv in Kinos laufen und erst dann im eigenen Streamingdienst Disney+. Disney geht davon aus, dass die meisten Streifen mindestens 45 Tage in den Kinos laufen, bevor sie bei Disney+ verfügbar gemacht werden.

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Disney+ steht in einem hart umkämpften Marktumfeld etwa mit Netflix oder Amazon Prime. Gleichzeitig befinden sich die Kinobetreiber in einer schwierigen Situation, da die Delta-Variante in den USA auf dem Vormarsch ist und die Corona-Krise damit wieder zum wirtschaftlichen Belastungsfaktor werden könnte. 

Disney testet Widerstand

Die Aktie von Disney befindet sich seit März in einem leichten Abwärtstrend, konnte sich aber zuletzt stabilisieren und zwischen knapp 190 und 170 Dollar einen Seitwärtstrend etablieren. Aktuell wird die Obergrenze getestet, auch der MACD (Momentum) zeigt nach oben. Die 200-Tagelinie (rot) wurde ebenfalls behauptet. 

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