Daimler stellt bei E-Lkw Qualität in den Vordergrund

Die Elektromobilität ist nun auch auf dem Nutzfahrzeugmarkt angekommen. Daimler schickt mit dem eActros einen mittelgroßen Lkw ins Rennen um Marktanteile. Allerdings kostet der E-Lkw deutlich mehr als Modelle mit konventionellen Antrieb. Das wiederum wirkt sich auf die Wachstumsaussichten aus.

Während in der Pkw-Branche die Elektromobilitätswelle zuletzt deutlich an Fahrt gewonnen hat, gestaltet sich der Strukturwandel bei den Lastwagen schwieriger. Das hat die Nutzfahrzeugtochter des Stuttgarter Daimler-Konzerns erkannt und zeigt sich nun zurückhaltend, was das künftige Wachstum betrifft.

Daimler Trucks hat zwar mit dem eActros ihren ersten E-Lkw im Portfolio. Wie die eigene Börsenpläne verfolgende Daimler-Tochter aber mitteilte, rechnet sie aber nur mit einem „moderaten“ Markthochlauf. Der mittelgroße Lkw koste in etwa das Dreifache eines vergleichbaren Modells mit konventionellen Verbrenner-Antrieb.

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Am 1. Oktober soll der eActros in Serie gehen. Die Stückzahlen werde man dann „moderat“ steigern – auch aus Qualitätsgründen, sagte Unternehmensmanager Andreas von Wallfeld: „Wir wollen sicherstellen, dass die Qualität von Anfang an stimmt.“

Daimler-Aktie fällt unter Aufwärtstrendlinie

Die Aktie von Daimler gehört in diesem Jahr wie andere Automobil-Aktien auch zu den besten DAX-Performern. Mit einem Plus von 31 Prozent liegt der Titel im Ranking nur hinter VW (+39 Prozent) und der Deutschen Post (+44 Prozent). Allerdings verdunkelt sich die charttechnische Situation etwas, weil die mittelfristige Aufwärtstrendlinie durchbrochen wurde. Auch der MACD (Momentum) ist abwärts gerichtet, ein Test der Unterstützung bei rund 70 Euro erscheint daher möglich. 

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