Hyundai fährt in rote, VW in schwarze Zahlen

Das erste Mal seit mehr als einer Dekade weist Hyundai einen operativen Quartalsverlust aus. Dafür verantwortlich ist jedoch nicht allein die Corona-Krise. Beim Umsatz sieht es schon deutlich besser aus. Dagegen kann VW wieder einen Quartalsgewinn erzielen, der Konzern bekräftig die gesenkte Jahresprognose. 

Die Corona-Krise ist im abgelaufenen Quartal nicht das größte Problem des südkoreanischen Autobauers Hyundai gewesen. Der fünftgrößte Autokonzern der Welt konnte eigenen Angaben zufolge zwar seinen Umsatz steigen. Allerdings standen auch rote Zahlen in den Büchern.

Wie das Unternehmen mitteilte, fiel im dritten Quartal ein Betriebsverlust von rund 314 Milliarden Won an. Das entspricht ungefähr 234 Millionen Euro. Es war der erste operative Verlust seit mehr als einem Jahrzehnt. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von 378,5 Milliarden Won ausgewiesen.

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Den Umsatz steigerte Hyundai den Angaben zufolge leicht um 2,3 Prozent auf 27,6 Billionen Won. Das zumindest zeigt, dass der Absatz des Konzerns wieder an Dynamik gewinnt, vor allem in Asien, wo die Coronavirus-Pandemie unter Kontrolle zu sein scheint. Als Grund für den Verlust verwies das Unternehmen auf die Kosten einer Rückrufaktion. 

VW-Aktie bleibt unter Druck

VW konnte im abgelaufenen Quartal durch eine steigende Nachfrage in China wieder schwarze Zahlen schreiben und einen Gewinn von mehr als 3 Mrd. Euro erzielen. Allerdings sank der Umsatz leicht, dennoch wurde der gesenkte Ausblick für dieses Jahr bekräftigt. Die VW-Aktie konnte sich stabilisieren, aber die Unterstützung bei rund 125 Euro ist immer noch einem Test ausgesetzt. Abwärts gerichtet sind die 200-Tagelinie (rot) und der MACD (Momentum), was den Druck auf die VW-Aktie erhöht. Erst wenn die 200-Tagelinie wieder überschritten wird, hellt sich das Chartbild auf. 

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