Societe Generale weitet Verlust aus

Die französische Großbank Societe Generale fährt in den vergangenen Jahren ihr Handelsgeschäft mit Anleihen zurück. Dafür wird der Aktien- und Derivatebereich ausgebaut. In der Corona-Krise erweist sich das als großer Fehler.

Die Großbank Societe Generale hat auch im zweiten Quartal rote Zahlen geschrieben. Nachdem Frankreichs drittgrößtes Finanzhaus zum Jahresauftakt vor allem wegen einer coronabedingt erhöhten Risikovorsorge ins Minus gerutscht war, sorgte nun zusätzlich ein schwaches Kapitalmarktgeschäft für eine deutliche Ausweitung des Fehlbetrages.

Wie die Societe Generale mitteilte, lag das Minus im Zeitraum April bis Ende Juni bei knapp 1,3 Milliarden Euro. Vor einem Jahr hatte das Finanzinstitut noch etwa eine Milliarde Euro Gewinn ausgewiesen. Eine Abschreibung auf das Handelsgeschäft führte das Institut als Grund für den Verlust an.

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Während bei anderen Banken das Kapitalmarktgeschäft die wegen der Coronavirus-Pandemie erhöhte Risikovorsorge zumeist ausgleichen konnten, gelang das der Societe Generale nicht: Den Angaben zufolge brachen die Erträge im Aktienhandel im zweiten Quartal um 80 Prozent ein. Der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren kletterte dagegen um 38 Prozent. 

Societe Generale-Aktie unter Druck

Die Aktie der Societe Generale hat sich daher kaum vom März-Tief in der Corona-Krise erholen können, sondern hat einen Seitwärtstrend zwischen rund 11,30 und 18,40 Euro ausgebildet. Die 200-Tagelinie (rot) und der MACD (Momentum) sind abwärts gerichtet und bestätigen den jüngsten Rücksetzer, der die Aktie bis auf 12,50 Euro gebracht hat. Die Aktie bleibt unter Druck, ein Test der unteren Begrenzung ist im aktuellen Umfeld möglich. 

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