Siltronic sieht Problemjahr 2020

Auch ohne die Corona-Krise laufen die Geschäfte bei Siltronic nicht rund. Der Chipzulieferer musste bereits 2019 einen Gewinneinbruch hinnehmen. 2020 sieht es nicht viel besser aus. Das negative Umfeld schlägt sich auch in der Dividende nieder.

Das abgelaufene Jahr war für den deutschen Chipzulieferer Siltronic ein Jahr zum Vergessen: Der Umsatz fiel gegenüber 2018 13 Prozent geringer aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern brach um rund 40 Prozent ein, der Nettogewinn um 35. 2020 kann eigentlich nur besser werden. Eigentlich, Siltronic warnt aber nun bereits.

Das im MDax notierte Unternehmen teilte mit, dass man mit wenig Besserung im laufenden Jahr rechnet. Siltronic zufolge gibt es derzeit „nur wenige konkrete Anzeichen für eine nachhaltige Verbesserung der Nachfrage“. Selbst ohne größere Coronavirus-Auswirkungen geht Siltronic für 2020 von einem Ebit „deutlich unter Vorjahr“ aus.

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Der Grund sind demnach höhere Abschreibungen. Beim Absatz sieht der Ausblick lediglich einen leichten Zuwachs voraus. Allerdings macht Siltronic auch deutlich: Sollte sich die Corona-Krise weiter ausbreiten, könnte das Absatzvolumen auch unter dem 2019er Niveau liegen. Dann wird den Angaben zufolge etwa die operative Umsatzrendite und das Ebit deutlich sinken – was auch die Dividende belasten würde: Für das abgelaufene Jahr sollen die Siltronic-Aktionäre drei Euro je Aktie erhalten. 2018 waren es noch fünf gewesen.

Aufwärtstrendlinie gebrochen

Die Aktie hat den jüngsten Aufwärtstrend seit dem Spätsommer 2019 geknackt, auch die 200-Tagelinie (rot) wurde unterschritten. Der MACD ist noch abwärts gerichtet und spiegelt die Abwärtsdynamik wider. Die nächste Unterstützung liegt bei rund 55 Euro. Sollte im Zuge der Markterholung heute früh die Aufwärtstrendlinie bei rund 70 Euro von unten nach oben durchbrochen werden, hellt sich das Chartbild wieder auf.

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